Kinderschutz - Kindeswohl

Unserer Einrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern. Wir fördern die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung. Unsere Einrichtungen sollen ein sicherer Ort für die Kinder sein. Daher hat der Kinderschutz eine besondere Bedeutung in unseren Einrichtungen und liegt uns sehr am Herzen.

Wir bieten Ihnen mit unserer Kinderschutzhotline ein schnell zu erreichendes Gespräch- und Beratungsangebot. Bei einer Telefonberatung (auch anonym) können sich Kinder, Eltern oder Mitarbeiter unbürokratisch Hilfe holen. Der beherzte Griff zum Telefon ist unter Umständen der erste Schritt zur Problemlösung.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie bemerken, dass Kinder oder Jugendliche nicht gut behandelt werden, sich im Wesen auffällig verändern oder in Not sind. Auch wenn Sie unsicher sind, ob wirklich eine Gefährdung vorliegt, lassen Sie sich durch unsere Kinderschutzfachkräfte beraten.

Pro-Liberis gGmbH ist in der vorteilhaften Situation, mit Svetlana Uhl und Cristina David zwei zertifizierte Kinderschutzfachkräfte (insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGB VIII) in ihren Unternehmen zu beschäftigen, die Sie jederzeit ansprechen können. Bei einem Verdacht auf Gefährdung des Kindeswohls schätzen sie das Gefährdungsrisiko ab und leiten notwendige Schritte zum Schutz ein.

Mögliche Gefährdungsaspekte

1. Vernachlässigung

  • Körperlicher Bedürfnisse: Unterernährung, mangelnde Bekleidung, mangelnde Obdach, mangelnde Körperpflege, mangelnde Mundhygiene, mangelnder Schutz vor Kälte und Hitze bis hin zur Verwahrlosung
  • Mangelnde Medizinische Versorgung
  • Unzureichende oder unterlassene Beaufsichtigung: Säugling alleine in der Badewanne oder auf dem Wickeltisch
  • Vernachlässigung der emotionalen und kognitiven Grundbedürfnisse: Es fehlt an sprachlichem Austausch, Wärme und Zuneigung, kindliche Signale und Äußerungen bleiben unbeantwortet, es fehlen altersgerechte Anregungen, altersgerechtes Spielmaterial etc.
  • Nicht altersgerechter Medienkonsum
  • Je jünger das Kind ist, desto gefährdeter ist es für Vernachlässigung.

2. Körperliche Misshandlung
Vom einzelnen Schlag mit der Hand über Prügeln, Festhalten und Würgen, Gewaltsame Angriffe mit Riemen, Stöcken oder anderen Gegenständen, Hungern und Dursten lassen, Verbrühen/ Unterkühlen, Beißen, Kneifen, Haare ziehen, Treten, Schütteln.

3. Sexueller Missbrauch
Als sexueller Missbrauch sind alle sexuellen Handlungen eines Erwachsenen oder Jugendlichen mit, an, vor einem Kind, die dazu dienen, die eigenen Bedürfnisse nach Nähe und Intimität, nach Macht und Kontrolle, nach Sex zu befriedigen.

4. Häusliche Gewalt /Gewalt im sozialen Nahraum
Unter diesen Oberbegriff fallen deshalb nicht nur Gewalt in Ehe- oder Partnerbeziehungen, sondern auch Gewalt gegen Kinder, Gewalt von Kindern gegen ihre Eltern, Gewalt unter Geschwistern und Gewalt gegen im Haushalt lebende ältere Menschen.

Bei häuslicher Gewalt zwischen (Ehe-) Partner kann zwischen körperlicher Gewalt (u.a. Schlagen, Stoßen, Schütteln, Würgen, mit Gegenständen werfen, andere tätliche Angriffe), psychischer Gewalt (u.a. Beschimpfung, Bevormundung, Demütigung, Drohung, Einschüchterung, Nötigung, Freiheitsberaubung, Kontrolle und Bespitzelung von Sozialkontakten), sexueller Gewalt (u.a. sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Zwang zur Prostitution) und sozial interaktiver Gewalt (u.a. Verbot der Arbeitsaufnahme, Zwang zur Arbeit, kein Zugang zum gemeinsamen Konto, Beschlagnahmung des Lohns).

5. Seelische/Psychische Misshandlung
Psychische Misshandlung kann sich eher laut zeigen, etwa in offener Ablehnung des Kindes oder eher leise und subtil z.B. in der Zuschreibung bestimmter Eigenschaften. Es werden fünf Unterformen, die einzeln oder in Kombination vorkommen, unterschieden:

  • Feindselige Ablehnung: Herabsetzen, Beschämen, Kritisieren, Demütigen des Kindes
  • Ausnutzen und Korrumpieren: Das Kind wird z.B. zu strafbaren Verhalten angehalten oder gezwungen
  • Terrorisieren: drohen, Angst machen
  • Isolieren: Das Kind wird von sozialen Kontakten fern gehalten oder eingesperrt
  • Verweigerung emotionaler Responsivität: Signale des Kindes werden anhaltend und in ausgeprägter Form übersehen bzw. nicht beantwortet – ignorieren

6. Suchtabhängigkeit der Eltern
Unter Sucht ist ein Verhaltensmuster zu verstehen, das von einem zwanghaften, wachsenden Verlangen nach einem bestimmten Gefühls- und Erlebniszustand geprägt ist. Die Sucht kann sich auf den Umgang mit Stoffen beziehen z.B. Alkoholsucht, Heroinsucht, Kokainsucht oder auf ein bestimmtes Verhalten z.B. Magersucht, Fresssucht, Spielsucht, Fernsehsucht, Internetsucht. Eine Kindeswohlgefährdung kann zum Beispiel vorliegen, wenn ein suchtkranker Elternteil zeitweise die Versorgung nicht mehr übernehmen kann, das Kind für eigene Zwecke instrumentalisiert, Partnergewalt vor den Augen des Kindes stattfindet oder Gewalt sich direkt gegen das Kind richtet.

Kontakt

PERSÖNLICH / VERTRAULICH
z.H. KINDERSCHUTZ
Pro-Liberis gGmbH
G.-Braun-Straße 14
76187 Karlsruhe
E-Mail: kinderschutz@pro-liberis.org
Telefon: folgt in Kürze 

Persönlicher  Termin nach Vereinbarung
Wenn Sie sich an uns wenden, entstehen für Sie keine Beratungskosten.
Jede/r Mitarbeiter/in nimmt Ihre Meldung unvoreingenommen sowie vertraulich entgegen und leitet sie an die zuständige Kinderschutzstelle innerhalb oder außerhalb der Pro-Liberis gGmbH weiter.
Melden Sie alles, was der seelischen und körperlichen Gesundheit eines Kindes oder Jugendlichen schadet und sie bedroht.
Wir verpflichten uns gem. § 8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung-um eine zeitnahe und lösungsorientierte Bearbeitung.

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